Meine Learnings der Tagung Mobile.Schule 17 in Oldenburg

 

Immer der digitalen Medienbildung auf der Spur! Das zweite Mal war ich am 9. und 10. März nun schon auf der #molol17 und es war wieder ein absolutes Highlight und ich habe eine Menge mit nach Hause gebracht.

Geballte digitale Medienbildung auf einem Platz. Ok, es ist schon ein eigener Kosmos dort, so viel Interesse an digitaler Bildung gibt es sonst nirgendwo. Daher gebe  ich meine Learnings gerne weiter. Ab heute starte ich meine kleine Serie „Digital- Appetizer“. Wieso schreibe ich nicht ganz einfach eine Zusammenfassung? Lange Zusammenfassungen finde ich langweilig. Kurz und bündig soll es sein, das Wesentliche.

No. 1 #molol17 Digital -Appetizer

Workshop: Sprachbildender Fachunterricht mit digitalen Medien von C. Schneider-Pungs   Welche digitalen Tools kann ich im Unterricht einsetzen?

  • Poster und Lernplakate                                                                                                 ThingLink mit dieser App können vorhandene Arbeitsblätter  in eine digitale Version umgewandelt und mit Web Links, Videos oder Bildern aufgewertet werden. Alternative App goformative
  • Schrittweise Textverarbeitung                                                                                                          Mit Keynote einzelne Worte oder Sätze als Textbausteine eingegeben. Schüler müssen diese Wörter in eine Reihenfolge bringen. Mit dem Keynote-Tool zaubern, entsteht die richtige Reihenfolge.
  • Portfolios und Sprachlernhefte                                                                                                   Hier haben sich die Apps Book Creator und Explain Everything bewährt. Beide sind kostenpflichtig.
  • Wörterbücher und Nachschlagewerke                                                                                         Die App Wikipanion ist die direkte  und schnelle Verbindung zu Wikipedia.Mit Quizlet (Browser Version und App) kommt das Gaming beim Lernen ins Spiel. Mit digitalen Karteikarten wird das Vokabel lernen gut organisiert und macht auch noch Spaß. Man kann auf bereits vorhandene Wissneskarten zurückgreifen oder selbst zu seinem Themengebiet ein Quizlet anlegen. Mit LearningApps können eigene kleine interaktive, multimediale Bausteine online erstellt werden und in Lerninhalte eingebunden werden.
  • Vernetzungen und Glossar                                                                                                Mindmaps können mit den Apps Popplet oder CloudArt sehr gut dargestellt werden. Beide Apps sind kostenpflichtig.
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Neue Webseite ist im Entstehen!

Diese Webseite wird bald Geschichte sein! Es ist Zeit für etwas Neues.

Interessante Veranstaltung in Marburg zum Thema Medienkompetenz

…so lautet der Titel der Lehrveranstaltung, die ich im Sommersemester an der Philipps-Universität Marburg im Modul “Medien, Schule und Gesellschaft” im Studiengang Lehramt an Gymnasien anbiete. Hier die Veranstaltungsbeschreibung:

via Medienbildung zwischen Hashtags und Hausaufgaben — Antje bloggt:

Mit einer Schülerfrage im Gepäck zur Social Media Week nach Hamburg

Was haben Schüler mit der Social Media Week (SMW) zu tun? Alles ganz einfach! Im Rahmen eines digitalen Medienkompetenz Projekts…

Am 22. Februar 2016 startete die #SocialMediaWeek in Hamburg. Ein Tag ist der Medienkompetenz gewidmet. Mein Stichwort! Auf geht’s! Doch halt, wie kann ich mein Medienkompetenz Projekt an der Katharina Fischer Schule und mein Ausflug zur Social Media Werk verknüpfen? Livestream? Leider zu spät für meine Schüler! Es gibt am Dienstag das Panel „Leben auf Facebook, Instagram, Snapchat und Co“, mit der Schauspielerin Pia Tillmann. Daraus lässt sich bestimmt etwas machen. Ok, ich frage die Schüler, ob sie „Berlin Tag und Nacht“ überhaupt schauen. Fast alle melden sich. Kennen sie auch Pia Tillmann? Der Name sagt ihnen nichts. Zum Glück gibt es Google und ich kann ihnen ein Bild zeigen. Ach, ja, klar die kennen wir! Wow! So, jetzt bitte ein paar Fragen zu ihrem Facebook Account, oder wie sie mit negativen Kommentaren umgeht! Nein, das interessiert sie nicht, sie wollen wissen,  woher sie ihre Muskeln hat. Wie oft machst du Sport in der Woche? Was machst du noch in deiner Freizeit? Sehr sympathische Fragen! Die packe ich in meinen Koffer und dann ab zur #smwhh. Am Dienstag war es soweit, ich ließ ich mir das Mikrofon reichen und gab meine Schülerfrage an Pia Tillmann weiter. Tja und was soll ich sagen, ich habe die Antwort im Koffer für meine Schüler nach Hause gebracht. Seht selbst, das Beweisvideo für meine Schüler. Danke Pia!

Das Panel wurde von Christine Brandes-Vielsbeck von den Digital Media Women Hamburg kuriert.

Meine 2 Highlights der #smw

Don’t sell, tell!

Meine erste Session war schon richtig gut. „Digitale Markenkommunikation über Visual Social Media Plattformen, wie Instagram, Snapchat und Pinterest.“ von Kristine Kobilke. Auf allen drei Plattformen bin ich unterwegs, mal intensiver, mal weniger. Mitreisender Vortrag mit vielen Neuigkeiten.

Instagram

  • Engagement Rate 2,261 %
  • coole Hashtags verwenden
    • #onthetable
    • #thingsorganizedneatly
    • #fromwhereistand
    • #Freitagfluff
  • Iconsquare für Instagram Monitoring
  • Qualität der Bilder sollte
    • passen
    • stimmig sein
    • ästhetisch sein
  • Interessante Instagram Accounts
  • Zusammenarbeit
    • Influencer
    • Account verleihen
    • Museen öffnen nach Schließung für Blogger, diese können sich künstlerisch austoben. #emptyhamburgerkunsthalle
    • call to action hinzufügen, lohnt sich immer
  • Contest
    • Fotowettbewerbe
      • auf der Webseite mit passendem Hashtag ankündigen

Snapchat

  • 200 000 000 Accounts weltweit
  • wächst derzeit am schnellsten
  • 5,8% der deutschen Internetnutzer, nutzen Snapchat
  • 65% kreieren eine Snapchat-Story
  • interessante Snapchat Accounts
    • wwf
  • Contest
  • Werbung
    • 3 V Advertising
      • vertical
      • video
      • views
  • Geofilter

Pinterest

  • 3 Mio Accounts in Deutschland
  • 85% weiblich
  • Mamas pinnen 3 Mal mehr
  • Gute Inhalte
    • thematische Boards
    • Mitarbeiter stellen ihre Lieblingsprodukte vor
    • behind the scences: wie wurde das Video erstellt
  • Contest
    • Pin it to win it! (eigene Produkte weiterpinnen)

Daily stand up!

Auf den Workshop von Appcamps habe ich mich sehr gefreut. Mit einem „Daily stand up“ ging es los. Ich musste meine ersten Programmierversuche nicht alleine machen. Wir waren ein 2 er-Team. Und welch ein Glück, meine Partnerin hatte schon einmal Apps programmiert. Für iOS, was sich nicht als Vorteil herausstellte. Mit den Lernkarten starteten wir. Der App Inventor wird gestartet und mit Befehlen gefüllt. Nach ein paar Klicks, haben wir es doch tatsächlich geschafft! Unsere erste Katzen App ist fertig. Bisschen mehr Zeit hätten wir fürs Fine Tuning schon gebraucht. Miau Miau.

Philipp und Diane Knodel haben da ein tolles Konzept zum Programmieren lernen, ausgearbeitet und für meine Schüler perfekt anwendbar. Das ist Digitalunterricht zum Anfassen. Werde ich auf jeden Fall in der Schule vorstellen.

 

Meine Unterkunft muss euch noch vorstellen. Diesmal übernachtete ich in der Superbude in Sankt Georg. Ich habe mir für zwei Nächte ein Doppelzimmer mit Beate (Vision3 aus Bad Tölz) geteilt. Die Superbude ist Kooperationspartner der Social Media Week in Hamburg. Die Zimmer sind groß genug und einfach genial eingerichtet. Frühstücken kann mann von 7  bis 12 Uhr. Dort gibt es eine sehr große Auswahl an Kaffee,  Tee , Saft, Brot, Eier, Marmelade, Nutella, Waffeln und Panini zum selbst machen uvm. Kann ich nur weiter empfehlen!

Im Großen und Ganzen war die #SMWHH wieder ein tolles Erlebnis für mich. Viel Input, viele interessante Menschen kennengelernt, tolle Workshops erlebt und super geschlafen … Wenn ich nächstes Jahr komme, dann mit einer eigenen Session über mein Medienkompetenz-Projekt. Moin, Hamburg!

 

Was gab es sonst noch auf der Social Media Week in Hamburg?

Mein Interview bei den #dmwMUC

Ich und ein Interview für den Newsletter der DMW München

Beate Mader fragte mich anfangs des Jahres, ob sie mich für den Newsletter der Digital Media Women München interviewen kann. Cool, welche Ehre! Klaro! Was muss ich machen Beate?

Was ich machen musste, welche Fragen ich beantwortet habe, könnt ihr hier nachlesen!

Danke, Beate, es hat mir richtig Spaß gemacht! Daher werde ich dieses Tool endlich auch auf meinen Blog aufnehmen. Ist in Arbeit und startet bald!

 

Das ganze Interview könnt ihr hier nachlesen!

http://us7.campaign-archive2.com/?u=c50b2217f8c1face195e77339&id=e1a1a4db74&e=3c7ff84c8a

An alle Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe! Wie sieht es mit Medienkompetenztraining in der Ausbildung aus?

Das Thema Medienkompetenz lässt mich auch diesen Monat nicht los. Ich starte in den Juli mit der Fachtagung Ausbildung 3.0 | Medienkompetenzförderung in der Berufsvorbereitung und Ausbildung? Erkenntnisse und Materialien aus drei Jahren Modellprojekt wurden vorgestellt.

Medienkompetenz

Was ist Medienkompetenz? Erklärung Dr. Wagner / JFF

Dieses Modellprojekt „Medienkompetenztraining in der Ausbildung“ hat in den drei Jahren wirklich sehr schöne Projekte hervorgebracht. Eine Vielzahl von Materialien sind bereits jetzt zugänglich oder werden demnächst online gehen. Wer aus seinen Schülern mehr herauskitzeln möchte, sollte sich nicht scheuen und unbedingt einen Blick auf die Webseiten der beschriebenen Projekte werfen. Die Materialiensammlungen sind strukturiert aufgebaut und sehr umfangreich.

WARUM sollte Medienkompetenzförderung auch Einzug in die Berufsschulen halten?

  1. Schüler lernen den kompetenten Umgang mit Medien
  2. Gruppendynamische Prozesse
  3. Kompentenzerwerb allgemein
  4. Leistungsbereitschaft und Motivation steigt
  5. Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsbildung
  6. Lernen von und mit anderen
  7. Experimentieren
  8. Interaktion mit anderen
  9. Potentiale im Medienhandeln erfahrbar machen

Einzelprojekte:

  • Gadime (Institut für Kommunikation- und Medienwissenschaft / Medienpädagogik und Weiterbildung, Uni Leipzig)
    • Ganzheitliche Medienkompetenz
    • Hier werden benachteiligte Jugendliche während einer beruflichen Qualifizierung zu einem ganzheitlichen, kritischen und reflektiertem Umgang mit Medien unterstützt.
    • Sie sollen den Anforderungen der mediatisierten Arbeits- und Lebenswelt kompetent begegnen können eigene mediale Handlungsmächtigkeit erleben und dazu befähigt werden, selbstbestimmt und selbst verantwortet Bildungsprozesse zu gestalten. (Dr. Guido Bröckling / Uni Leipzig)

  • ZukunftPlus (ZukunftPlus e.V. Hannover)
    • Digitale Medienkompetenzförderung in der beruflichen Einstiegsqualifizierung
    • Förderung der Medienkompetenz im beruflichen Kontext
    • Einsatz der Lernplattform PeBBle
  • Berufsrouten (Medialepfade.de)
    • Eine Kombination aus mobilem Lernen durch digitale Medien und dem Entdecken der eigenen Stadt.

    • Schüler können mithilfe der GPS-App, die Ausbildungsbetriebe der Stadt und deren Ausbildungsberufe kennenlernen. Es ist wie eine Schnitzeljagd zu verstehen, Die Jugendlichen sehen Videos, müssen Fragen zu den Berufen beantworten und erarbeiten sich damit selbstständig eine Vielzahl an Informationen zu verschiedenen Ausbildungsberufen. Aktiv zum Beruf!
  • Meta (JFF- Institut für Medienpädagogik)
    • META soll sich in erster Linie an Fachkräfte in der Berufsvorbereitung, -qualifizierung und -ausbildung richten. Es Soll Ausbilderinnen und Ausbilder, Lehrkräfte sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen befähigen, Medien in ihrer Arbeit mit Jugendlichen zum Thema zu machen und aktiv einzusetzen

    • Teilnehmende Fachkräfte können anschließend mithilfe eines qualifizierten Medieneinsatzes die Lernprozesse bei Jugendlichen fördern und durch den aktiven Gebrauch von Medien einen kompetenten Umgang mit diesen unterstützen. (Actionbound Rallye, Lekturebesprechung mit dem iPad…)

Bei dieser Veranstaltung standen die erarbeiteten Materialien der verschiedenen Projektteilnehmer im Vordergrund, diese können bereits oder in nächster Zeit im Web abgerufen werden.

Und wieder hat sich, durch die Evaluation herausgestellt, dass die Schüler durch den Einsatz von Medien mehr Leistungsbereitschaft und Motivation zeigen. Hmmm, das könnte daran liegen, dass es ihnen mehr Spaß macht und einfach in die heutige Zeit passt. Unsere Welt wird zunehmend digitalisiert! Sind die Schulen gallische Dörfer? Digitalisierung bedeutet nicht, sich dem großen digitalen Imperator zu unterwerfen, nein, diesmal reicht es schon, wenn die Schultore öfters geöffnet werden, um den digitalen  um „Trend“Wind  einwehen zu lassen. Inspirieren lassen und dann mit der Zeit gehen! Wir gehen mit Spaß in digitale Zukunft!

FACHTAGUNG -HILFE, WER ERZIEHT UNSERE KINDER – FAMILIE2020

Medienbildung zwischen Elternhaus und Schule

Diesmal fahre ich mit meinen Kids zu einer Fachtagung nach Fulda in Hessen. Endlich mal das Gute mit dem Nützlichen verbinden. Ein Besuch bei der Familie im Vogelsberg und für 2 Tage mein Medienpädagogikwissen aufpimpen.

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Locationcheck: Bonifatiushaus in Fulda

  • sehr schönes ruhige und angenehmes Ambiente
  • Verpflegung regional und bio
  • freundliches kompetentes Orgateam
  • W-LAN perfekt

Wir starten mit einem sehr spannenden Thema und einer Kahoot-Abstimmung. Das bedeutet, erst einmal die App herunterladen und jeweils eine Frage, die das Vortragsthema betrifft, beantworten. Auswertung erfolgt sofort. Für ein kleines Quiz in einer Klasse gar nicht so schlecht! Merken!

Kahoot Abstimmung vor jedem Vortrag

Kahoot Abstimmung vor jedem Vortrag

„Forschungsergebnisse im Diskurs: Was ist eigentlich gefährlich an zu viel Fernsehkonsum, was ist eigentlich das Problem bei Computerspielen“ von Prof. Dr. Holger Schulze / Uni Erlangen-Nürnberg

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Educamp Stuttgart

Es ist Samstag, der Wecker klingelt um 6 Uhr! Auf geht’s nach Stuttgart ins Schwabenländle. Großmutter, 2 Kids und ich bepacken den Bulli und fahren auf die Autobahn Richtung Stuttgart. Schon gleich nach dem Flughafen München macht es Peng! Hä, was war das denn jetzt? Das darf doch nicht wahr sein, ein Steinschlag, der langsam zu einem Riss wächst! Toller Start! Jetzt alle Schlaglöcher meiden! Eigentlich fahre ich ja sehr gerne mit meinem Bus, aber diese Strecke nach Stuttgart hat nicht das Potential zu einer meiner Lieblingsrouten zu werden. Baustelle an Baustelle!

Endlich angekommen in Stuttgart, fahren wir alle in das Hotel Pullmann in Vaihingen und beziehen eines unserer zwei gebuchten Zimmer. Perfekter Parkplatz direkt vor dem Hotel-Eingang gefunden, also besser geht es nicht!  🙂 So, jetzt ab in die S-Bahn und in die City. Nebenbei gesagt, das öffentliche Verkehrssystem ist etwas gewöhnungsbedürftig. 11 Uhr endlich angekommen im Literaturhaus. Imposantes Gebäude, es war früher der ehemalige Firmensitz der Firma  Bosch. Punktlandung, genau zum Start der Sessions. Weiterlesen

GAUTINGER INTERNETTREFFEN

Das Netz ist für alle. Potentiale einer inklusiven Medienbildung

Natürlich ist das Netz für alle. Daran habe ich nie gezweifelt. Ja, warum eigentlich auch? Aber wie sich auf dieser Konferenz herausstellte gibt es für Menschen mit Handicaps manchmal enorme Hürden, um in das heutzutage selbstverständliche Netz zu kommen. War mir bis jetzt nicht bewusst, erst die Referenten öffneten mir die Augen für diese Hindernisse.

Prof. Isabel Zorn nahm uns in dem Einführungsvortrag „Inklusive Medienbildung: was heißt das? Überblick über Forschungs- und Praxisansätze“ auf eine Mission to Mars (inklusive Medienarbeit) Daher startete sie eine Medien-Rakete.

mission to mars

mission to mars

Doch erstmal, wie ist die momentane Situation bei uns?

  • Inklusive Medienarbeit ist kaum bei uns verankert
  • Bewusstsein für die Notwendigkeit von inklusiven Medienbildung
  • Viele Lehrkräfte und Schulen sind überfordert
  • es schlummern unentdeckte Talente

Einkommen

Bildung

Erwerbstätigkeit

haben einen immensen Einfluss auf die Internetnutzung. Je geringer die 3 ausgeprägt sind, desto höher ist der Bedarf an Medienpädagogik.

„Behinderte Menschen werden behindert im Medienzugriff“ Weiterlesen

Wenn DU die Social Media Welt live erleben willst, dann musst DU zur Social Media Week nach Hamburg fahren.

Auf meiner Event To do Liste stand die Social Media Week in Hamburg ganz oben. Als ich im diesjährigen Programm las, dass der Montag ganz im Zeichen der Medienkompetenz stand, habe ich nicht mehr lange überlegen müssen. Da musste ich hin. Flug und Hotel waren schnell gebucht. Haaaamburg ich kommeeee! Moin Moin!

Der Startschuss fiel am Montag, dem 23. Februar um 4 Uhr in der Früh, um den ersten Flieger zu bekommen und richtig was vom Tag zu haben. Gegen 8:30 Uhr war ich im Hotel im Sankt Georg Viertel eingecheckt, sehr zentral gelegen, nur 5 Minuten vom Hauptbahnhof. Perfekt! Yeah, ich bin in Hamburg! Bis 12 Uhr hatte ich noch ein bisschen Zeit, um mir Hamburg und die Alster anzuschauen.

#smwhh – Tag 1

Auf diesen Tag freute ich mich total, es ging den ganzen Tag in der Hochschule Macromedia um das Thema Medienkompetenzbildung und Kids. 🙂

Erste Session JobDigga – Die Jobfindungs-App

Bereits vor der Social Media Week setzte ich mit Christiane Brandes-Visbeck, auch eine Digital Media Woman in Verbindung, da ich diese App richtig genial finde und sie eine Bereicherung für mein neues Medienkompetenzförderungs-Projekt sein könnte. Es dauert leider noch ein wenig, bis die App in den Süden kommt, sie wird erstmal von Hamburger Kids getestet. Christiane und ihr Team erklärten die Funktionsweise der App . Hinter der Idee steckt, dass die Kids sich Können- und Wollen-Profile mit der JobDigga-App erspielen. Danach matcht die App die freigegebenen Profile mit den Azubi-Stellenanzeigen. Nun können die Ausbilder geeignete Kids kontaktieren und Kennenlernen. Klare Vorteile sind:

  • keinen Stress beim Bewerbungsprozess und weniger Absagen
  • Recruiter müssen weniger Unterlagen sichten, Active Sourcing
  • Minoritäten bekommen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Ich habe es selbst spielen können und kann sagen, dass es richtig Spaß gemacht hat.

Also spielend zum passenden Ausbildungsberuf! Mensch, warum gab es das nicht früher, dann wäre mir einiges erspart geblieben! 😉

Freue mich schon, wenn die App online geht! 🙂

Children and mobile media | Workshop mit Dr. Claudia Lampert

Genau mein Thema! Was gibt es Neues im Norden? Neue KIM-Studie ist draußen! Was machen Kids eigentlich mit ihren Geräten? Ganz oben steht spielen, gefolgt von surfen und chatten. Das ist wohl fast auf der ganzen Welt so.

  • Durchschnittlich haben die Kids 18 Apps auf ihrem Smartphone. Ganz oben steht WhatsApp, dann Facebook und Instagram.
  • Etwa 25% der Jugendlichen besitzen kostenpflichtige Apps.
  • Das Smartphone ist eine Art Blackbox.Viele Eltern bekommen von den Aktivitäten der Kinder nur einen kleinen Ausschnitt mit, sie gehen meistens auf eigene Entdeckungstour.

Doch wer soll die Aufgabe der Kompetenzbildung übernehmen?

  • Eltern?
  • Schule?

Die App „ignore no more“ ist da weniger nützlich. Wir müssen unseren Kindern die große WARUM-Frage erklären und unser Wissen kindgerecht vermitteln. Diese App zwingt die Kinder zu einem Rückruf, wenn sie die Anrufe der Eltern ignorieren, können die Eltern mit Hilfe dieser App, das Handy sperren. Bestrafung, statt Aufklärung.

Der Medienpass Hamburg bietet Eltern und auch Lehrern eine gute Unterstützung bei der Medienerziehung, die als eine Vernetzungsaufgabe verstanden werden muss.

Das Smartphone als zweites ICH: Warum wir nicht mehr ohne können | Daniel Rehn

Daniel Rehn Das Smartphone mein 2. ICH

Wow, was für ein Vortrag! Ohne Slides, alle Fakten im Kopf, spannend vorgetragen. Sind wir alle smartphonesüchtig? Meine Kinder und alle Freunde und Bekannte würden jetzt bei mir ganz laut JAAAAAAA schreien. 🙂

  • 70% benutzen ihr Gerät im Bad. Doch ein sehr persönlicher Ort?
  • FEAR OF MISSING OUT – so heißt der Zustand, wenn das 2. ICH abhanden kommt. Wir werden richtig nervös, schieben Panik, haben Angst, etwas  zu verpassen.
  • Wie oft greift man zum Smartphone?
    • durchschnittlich über 1 Stunde und ca. 80 – 90 Mal am Tag
  • Der Trigger:  häufig Informationsfluss
  • App zum Überprüfen der Smartphone-Nutzung
  • Serendipität?
    • Wir entdecken oder finden etwas, nach dem wir nicht explizit gesucht haben. Ja, stimmt, wenn ich an meinen Facebook-Newsstream denke! 😉

Panel: Digitale Schule und es geht doch

Panels Digitale Schule

Wirklich? Ich bin mir nicht ganz so sicher, also bei uns in Bayern ticken die Uhren ein bisschen anders, vielleicht langsamer?

Ich bin gespannt, was Albert Hoffmann (der Initiator von Onilo und Antolin), Ina Jäckel-Müller (Lehrerin in Hamburg), Jöran Muuß-Merholz (Dipl. Pädagoge / Bildung und Internet) und  Moderatorin Sarah Pust (Journalistin) dazu sagen. Es gibt eine kleine Gruppe von LehrerInnen, die bereits sehr erfolgreich digitale Medien in den Unterricht einbauen. Doch wie kann der Einsatz sinnvoll gestaltet werden, bereits in der Grundschule? Mit den animierten Bilderbüchern hat Ina Jäckel-Müller sehr gute Erfahrungen gemacht. Auf Onilo.de werden Kinderbücher zu Boardstories. Das Lesen wird durch die animierten Geschichten für die Kinder zu einem Erlebnis, sie bekommen Lust aufs Lesen und wollen zum Teil selbst ein animiertes Buch gestalten. Das Lesen muss Spaß machen und wenn es durch die digitalen Medien besser gelingt, worauf warten wir?

Jöran Muuß-Merholz begleitet ein Medienprojekt an einer Berufsschule in Kassel. Hier arbeiten die Schüler bereits sehr aktiv im Netz und recherchieren für Plakate und Referate, viele Informationen kommen da zusammen. Es entsteht ein riesiger Info-Pool, dieser soll für zukünftige Generationen von Schülern archiviert und mit CC-Lizenzen zugänglich und verwertbar gemacht werden. Seinen Vorschlag, dass jede Schule ein digitales Kompetenzzentrum einrichten soll, finde ich sehr gut und werde ich in meine Zusammenarbeit mit Schulen einfließen lassen. Dieses Zentren sollen Anlaufstellen für digitale Fragen an Schulen sein. „Wo Eltern, Lehrer, Schüler hingehen können, wenn sie irgendeine Frage haben, wenn sie irgendetwas machen wollen. Wenn sie sagen: Wir Eltern bräuchten mal eine Informationsveranstaltung, können wir irgendjemanden einladen? Wo ein Lehrer hinkommen kann, der sagt: Ich habe bei anderen Kollegen gesehen, die machen das und das mit ihren Schülern, wie geht das denn? Ist das mit den Datenschutzrichtlinien vereinbar?“, so Jöran.

Der digitale Fortschritt betrifft uns alle, also lasst ihn uns gemeinsam angehen! Wie wäre es mit einem Instagram-Family-Projekt?

Abends bekomme ich von meiner sehr netten und lustigen rheinländischen Hamburgerin Luise noch ein bisschen Hamburg gezeigt, mit einem Hamburger bei Jim Block runden wir den Tag ab.

Ein paar Pics des Tages!

#smwhh Tag 2

Neuer Tag neues Thema: Der Start-up Day

Mein letzter Tag in Hamburg. Los gings am Hauptbahnhof, hopp in die S-Bahn rein, S-Bahn raus, aber Google und Luise wussten immer Bescheid.

Erste Session im Betahaus, echt lustige Gegend. Zwei Hamburger Start-ups stellten sich vor, wir das Publikum leisteten gemeinsam mit Moderatorin Sanja Stankovic erste Social Media Hilfe.

Erster Newcomer war tabbt, eine App um mit Freunden entstandene Kosten besser und übersichtlicher zu teilen, als zweites stellte sich das Unternehmen juicify vor, hier dreht sich alles um ein drahtloses Ladegerät.

Best of Tipps der Session:

  • ein Redaktionsplan sollte vorerst für einen Monat festgelegt werden
  • Facebook-Strategie: am Anfang täglich einen Post
    • aktuelle Anlässe nicht vergessen
    • bei Amazon gibt es bei jeder Besprechung einen leeren Stuhl. Darauf sitzt der imaginäre Kunde. Was will der Kunde? Was können wir für ihn tun? Eine sehr gute Idee, um wirklich nicht das Wichtigste zu vergessen, den Kundenbezug!
    • Zu jeder Social Media Strategie gehören verschiedene Personas
    • Personas brauchen eigene Themengebiete
      • Themen können mittels Keywords gesucht werden
        • Tagpacker
        • Google Alerts
    • weitere Instrumente um an meine Kunden die frohe Botschaft zu verkünden
      • Newsletter
      • Videos kommen immer sehr gut an
      • Gewinnspiele mit einem Kooperationspartner organisieren
      • Aussicht auf einen Gewinn durch Liken oder Kommentar
      • Facebook Ads, sind bereits ab wenigen Euros machbar
    • Fotos sollen immer gut verlinkt und mit guten Tags versehen werden
    • für Startups ist die Deutsche Startups eine gute Informationsquelle
    • Soll etwas automatisch gepostet oder gesichert werden, dann ist iftt App sehr zu empfehlen. If this than that. Wenn ich z.B. meine Tweets automatisch auf Facebook posten möchte.

Meine letzte Session, wie pitche ich richtig? Warum pitchen und wie? | Ole Tillmann

Der Pitch

Das war wahrhaftig eine Druckbetankung in Sachen Pitch. Sehr sehr guter Vortrag, vollgepackt mit Wissen und vielen Tipps.

7 Tipps für gute Slides

  1. Denke plakativ
  2. Hochauflösende Fotos
  3. Branding
  4. Symbole
  5. Schöne Grafiken
  6. Struktur
  7. prof. Grafiker

Um die Präsentation locker und flockig rüber zu bringen, steht an erster Stelle trainieren, denn das Training macht einen später locker. Gut vorbereitet sollte man sein, einen entspannten Eindruck vermitteln und Kompetenz ausstrahlen.

Wovon hängt die Bühnenpräsenz ab?

  1. Körpersprache sollte eindeutig, klar und deutlich sein
  2. Stimme
  3. Sprechgeschwindigkeit
  4. Subtext (Wie sage ich etwas, welche Emotionen schwingen mit?)

Was kann ich gegen diese störende Nervosität tun, damit sie meine Leistung nicht mindert?

  1. Zuversicht hilft
  2. Erfahrung
  3. Training
  4. Sport vor dem Pitch
  5. Meditation
  6. Atemtechnik
  7. Dominanzpose „Tschakaaa“

Ach, nein ein Panel habe ich ja total vergessen, aber das hing wahrscheinlich daran, dass es langweilig war und eigentlich nichts neues gab. Das Thema war Storytelling, das mehr als nur Content ist. Also da wäre meiner Meinung nach mehr drin gewesen, leider hat der Moderator die ganze Diskussion flach gehalten. Ok, das war es dann, schade!

Ab in die S-Bahn flux zum Flughafen und mit der letzen Maschine heim nach München. Hey, ich kann die Social Media Week jedem wärmstens empfehlen. Hamburg hat sich von der besten Seite gezeigt, tolle Menschen, sehr kommunikativ, kreativ und experimentierfreudig.

Ich habe Lust auf mehr bekommen. Bis nächstes Jahr!