Diesen Muttertag werde ich nicht so schnell vergessen

Sonntag war ja Muttertag! Bei uns ist es ein Tag wie jeder andere auch. Warum sollte ich genau heute meine Mutterrolle feiern und huldigen lassen. Das ist mir noch nie in den Kopf gegangen. Ich bin Mutter 365 Tage im Jahr, seit über 19 Jahren. Wer Kinder hat, ist unweigerlich MUTTER. Das ist halt so! Warum feiern? Für mich ist es wichtiger, dass meine 3 Kinder und natürlich ich, gesund und munter sind!

Leistungsschau in Erding

Genau an diesem Tag fand auch die Leistungsschau in Erding statt. Gemeinsam mit einer Freundin wollte ich schauen, was die Wirtschaftsregion Erding so zu bieten hat. Fotoapparat eingepackt und los ging’s zum Eisstadion. Erster Eindruck um 11 Uhr auf dem Parkplatz: Ob die anderen Erdinger Bürger noch schlafen? Dieser Eindruck bestätigt sich auch im Inneren der Halle. Alles sehr, sehr übersichtlich gehalten. Viele Aussteller sind überglücklich, als wir uns für ihre Angebote interessierten. Sie wirkten enttäuscht von der Messe und hatten sich von dem Wochenende viel mehr erhofft. Ok, aber die absolute Gier nach Adressen ist schon nervig. Glücksrad und Gewinnspiele waren fast an jedem Stand zu finden. Menschen auf diese plumpe Art zu Kunden zu machen, hmm fraglich! Kunden brauchen Erlebnisse, die im Kopf kleben bleiben, also richtig kleben bleiben. Ich sage nur EMOTIONEN BEWEGEN UND KLEBEN!

Wo wir bei meinem unvergesslichen und klebendem Muttertags Erlebnis sind.

Haben wir alles gesehen? Nein, das Außengelände wartete noch auf uns. Oh, wie schön, ein alter Mercedes Omnibus.

Damit würde ich gerne verreisen, eine Art zurück in die Vergangenheit-Reise. Sehr nett! Doch dann nimmt mein ganz persönliches Erlebnis seinen Lauf. Es startete mit dem Satz: „Ach, da hoch wollte ich auch schon mal!“ Ich schaute auf eine Kran-Gondel in ca. 40 Metern Höhe. Mein Satz wurde von einem fremden Mann, welcher links von mir stand, sofort beantwortet. „Ja, dann auf! Los geht’s!“ „Hä? Wow, perfekt!“ Schnell noch meine Kamera umhängen, ich war bereit! Der Kranführer Markus fuhr den Kran herunter und bittet mich einzusteigen.

Hui, er drückte auf seine Knöpfchen und der riesige Kranausleger fuhr ein Element nach dem Anderen aus. Ab und zu schaukelte diese Gondel, da sie sich automatisch ausloten musste. Die Menschen wurden immer kleiner, der Flughafen tauchte mit seinen Terminals auf, der Kronthalter Weiher blitzte mit seinem Blau durch die Bäume, rechts sah ich endlich mal die Startbahn des Fliegerhorst Erdings von der anderen Seite, der schöne Turm, der Kirchturm, natürlich die Erdinger Brauerei und das Schwimmbad. Einfach nur faszinierend, dieser Ausblick. Nur die Berge spielten nicht ganz mit! ich glaube, die wussten nicht, dass Muttertag war! 😉 Es sei euch verziehen!

Doch, was ist das? Mein Kranführer sah gerade nicht sehr glücklich aus. Was war passiert? Er sprach von einer technischen Störung. Er konnte den Kran leider nicht mehr von hier oben, aus bedienen. Das bedeutet was? Abseilen aus ca. 35 Metern Höhe? „Nein, wir brauchen eine Person, die den Kran direkt unten an der Zentrale bedient.“ Aha, die Aufgabe übernahm der Chef der Messe-Security. Mittlerweile genoss ich den Ausblick bei einer steifen Brise, fast schon eine halbe Stunde. Markus leidete sichtlich unter dieser Situation, doch ich versicherte ihm, dass ich weder Höhenangst hatte, noch hysterisch rumschreien werde. So eine ähnliche Situation spielte ich schon des öfteren in meinem Kopf, während einer Fahrt mit dem Sessellift beim Skifahren durch. Doch jetzt war es real!  Also, wie mein Papa immer zu pflegen sagte:

In der Ruhe liegt die Kraft!

Ich schoss noch mehr Bilder bei dieser einmaligen Gelegenheit und vertraute der Technik und dem Chef an der Schaltzentrale. Nach und nach sank die Gondel mit ein paar kleinen Wacklern am ausgefahrenen Arm. Als ich runter schaute, war mir klar, ich werde nicht an der Einstiegsstelle aussteigen. Nein meine Kranfahrt endete auf dem Dach der Eissporthalle! Cool! Wer darf schon da oben rumlaufen? ICH!

Zum Glück bin ich kein ängstlicher Typ und mag Situationen die mich immer ein bisschen herausfordern. Ich liebe Abenteuer!!! Woher das nur kommt? Vom Papa nicht von der Mutter!

Vom Dach der Eishalle stiegen wir über letztendlich eine Leiter hinab. Alle Beteiligten waren glücklich, dass wir gesund und munter wieder auf dem Boden gelandet sind.

Also in meinen Muttertags Erinnerungen kommen ab gestern dem 10. Mai 2015 stets ein Kran, der Kranführer Markus und die Security vor. Leider keine Produkte, die ich unbedingt brauche, aber die fest in meinen Erinnerungen kleben. Und zwar überwiegend positiv!

Und was habt ihr so am Muttertag erlebt?

PS: Meine Kids konnten es wieder einmal nicht glauben, was ihre Mama da wieder gemacht hat und waren auch froh darüber, dass wir alle am Abend gesund und munter um den Grill saßen 🙂

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