Educamp Stuttgart

Es ist Samstag, der Wecker klingelt um 6 Uhr! Auf geht’s nach Stuttgart ins Schwabenländle. Großmutter, 2 Kids und ich bepacken den Bulli und fahren auf die Autobahn Richtung Stuttgart. Schon gleich nach dem Flughafen München macht es Peng! Hä, was war das denn jetzt? Das darf doch nicht wahr sein, ein Steinschlag, der langsam zu einem Riss wächst! Toller Start! Jetzt alle Schlaglöcher meiden! Eigentlich fahre ich ja sehr gerne mit meinem Bus, aber diese Strecke nach Stuttgart hat nicht das Potential zu einer meiner Lieblingsrouten zu werden. Baustelle an Baustelle!

Endlich angekommen in Stuttgart, fahren wir alle in das Hotel Pullmann in Vaihingen und beziehen eines unserer zwei gebuchten Zimmer. Perfekter Parkplatz direkt vor dem Hotel-Eingang gefunden, also besser geht es nicht!  🙂 So, jetzt ab in die S-Bahn und in die City. Nebenbei gesagt, das öffentliche Verkehrssystem ist etwas gewöhnungsbedürftig. 11 Uhr endlich angekommen im Literaturhaus. Imposantes Gebäude, es war früher der ehemalige Firmensitz der Firma  Bosch. Punktlandung, genau zum Start der Sessions.

Let’s start with

WIE KOMMT MEDIENBILDUNG IN DIE SCHULE?

PRÄSENTIEREN DURCH STORYTELLING / ALEXANDRA GRAßLER

Auch hier wieder ein Thema, jedoch war das gezeigte Beispiel sehr an eine Verkaufspräsentation angelehnt. Daher habe ich nur ganz kurz, die für mich wichtigsten Punkte notiert.

  • nach der Drehbuchmethode
  • der Kernsatz soll die Geschichte in einem Statement zusammenfassen
  • Folgende Überlegungen muss ich für eine gute Story anstellen
    • Was will ich erreichen?
      • Schmerz vermeiden?
      • Freude erreichen?
    • Wen will ich erreichen? Wie ticken diese Leute?
    • Welche Geschichte kann ich dazu erzählen?
    • Welche Geschichten könnten funktionieren?
    • Mit dem eigentlichen Interessen matchen!
  • Emotionen verbinden!
  • Der Lösungssatz sollte immer mit einem Verb anfangen

ELEKTRONIK FÜR GROß UND KLEIN – EINE COMMUNITY / JULIE ZIEGELMEIER


Das Unternehmen BrickRknowledge stellt seinen neuen Elektro-Baukasten vor und möchte eine Community aufbauen, um den Vertrieb dieser Kästen vorwärts zu bringen. Wir dürfen basteln. Oh, Physik war nicht gerade in der Schule eine Stärke  von mir, aber was soll es, die wiederholen ständig, dass nichts kaputtgehen kann. So fange ich an, einen vorgegebenen Schaltkreis zu bauen. Heureka, die LED-Lampe leuchtet! Ich bin entzückt. Wo kommen die her? Huch, da schau her, aus München! Tolle Sachen können mit den Bricks gesteckt werden, einzelne Bausteine sogar programmierbar. Wer mehr wissen will, Infos findet ihr hier.

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT FÜR AUßERSCHULISCHE BILDUNGSANGEBOTE / NADJA GOLISCHECK

Wie kann ich mein Angebot, Workshops, Webinare und Vorträge an die richtigen Stellen ausliefern.

Vorschläge:

  • Sponsoren suchen
  • Vernetzung mit Menschen, die das Gleiche machen
  • Kontakt zu Seminarhäusern aufbauen
  • online und offline verbinden
  • Argumente liefern
    • Was hat die Schule / Lehrer / Ich davon?
    • Warum?
  • Themen aus dem Blickwinkel der Zielgruppe sehen. Mehrwert

LERNPRODUKTE ERSTELLEN / NORBERT HILLEBRECHT

Wie kann ich selbst als Lehrer, Lernprodukte für Schüler entwickeln?

  • Gibt es einen Server an der Schule für Schülerprojekte?
  • Ist Wissen weitergeben immer sinnvoll?
  • Praxis-Tipp:
    • Macht mit der Lektüre, das was auch Spaß macht!
      • Video
      • Lieder
      • Texte
      • Bilder
  • Wiki einrichten
  • eigene Geräte der Schüler in den Prozess mit einbinden
  • WordPress Blog für Deutsch-Projekt einrichten und gegebenenfalls veröffentlichen
    • Feedback-Regeln festlegen und anwenden

PROJEKTMANAGEMENT MIT TRELLO / ANJA ABELE

Wie kann ein Projekt organisiert werden, an dem mehrere Schüler beteiligt sind? Anja, eine Kunstlehrerin nutzt Trello um eine Kunstausstellung zu organisieren. Gemeinsam arbeiten Schüler und Lehrer mit diesem Projektmanagementsystem. Die verschieden Aufgaben werden als Board angelegt und mit Listen verfeinert. Die Lehrer können immer sehen, welcher Schüler sich in welchem Maß engagiert und dies sogar in die Noten mit einfließen lassen. Nachteil dieser Anwendung, die als App auf dem PC und auf mobilen Geräten funktioniert, sie liegt auf einem Server in den USA. Das könnte für einige Schulen zu Schwierigkeiten führen. Eine Alternative, das deutsche Stackfield. Von allen Kindern wurde daher die Erlaubnis der Eltern eingeholt. Ein Schüler weigerte sich, jedoch einen Account anzulegen. Lösung: Er bekam die  Aufgaben auf herkömmliche Weise. Trello kann von den Schülern für spätere private und schulischen Aufgaben ebenfalls eingesetzt werden.

DIGITALE EDUFLASHLIGHTS / MAIK RIECKEN

  • Deutschhausaufgaben werden mittels Blog übermittelt
  • Vorteile
    • Lehrer kann sie vor dem Unterricht bereits einsehen
    • durch Kommentarfunktion geben die Schüler ein Feedback
      • um Chancengleichheit zu gewährleisten werden Teams festgelegt
      • Entwicklung und Weiterarbeit transparent
      • Aufgabenblätter werden hochgeladen und  können von den Schülern bei Krankheit downgeladen werden
      • durch das Protokoll der Stunde können fehlende Schüler den Unterrichtsstoff nachlesen
      • kopieren erlaubt
      • Blogkommentare (Beteiligung) Chance für introvertierte Schüler
      • Entlastung, Schüler geben Feedback und arbeiten gemeinsam an den Texten
      • Gemeinsam Texte verbessern und schreiben
  • Klarnamen-Einverständnis von den Eltern einholen
  • Feedback-Regeln aufstellen! (Was ist ein guter Kommentar?)
  • Dieser Blog war nicht öffentlich geschaltet und wurde selbst gehostet.

Finde diese Herangehensweise an Texte sehr spannend, gemeinsam erarbeiten die Schüler die Aufgaben und lernen nebenbei die Regeln des Feedbackgebens und den Umgang mit WordPress. Ein weiteres Tool, was Maik Riecken empfehlen kann, um gemeinsam Texte zu erarbeiten ist etherpad.

Website-Tipp: Niedersächsiche Bildungsserver

KULTURMEME / HERBERT JUST

Was ist eine Mem?

  • In Anlehnung an das Wort Gen
  • Verbreitung relativ schnell
  • Kultur-Evolutionstherorie
  • replizierbare Informationseinheit (Bilder, Worte, Videos, Melodien)
  • wir sind die Wirtspersonen von Memen
  • nur starke Memen überleben
  • Wie kreiere ich ein Mem mit guter Fortpflanzungquote?
    • darf nicht langweilig sein
    • emotional
    • Mythos
  • gute Inhaltsstoffe
    • Sex
    • Essen
    • Gefahr / Angriff
  • Es gibt eigentlich nur 7 Arten von Geschichten auf der Welt!
  • Beispiel für gutes Mem, Budweiser-Werbung

Gemachte Meme um Einfluss zu nehmen

  • Das Wort „Verschwöhrungstheoretiker“ wurde im Zusammenhang mit Kennedy’s Ermordung entwickelt, um gesellschaftliche Diskussionen zu stoppen.
  • Generationenvertrag

Das war mein erstes Educamp und ich fand es richtig gut. Bin mit vielen guten Informationen wieder nach Hause gekommen, habe viele Leute kennengelernt und mich gleich mit ihnen vernetzt. Auf diesem Gebiet tut sich echt eine Menge, nur schade, dass es doch sehr auf den Lehrer, die Schule und nicht zu letzt auf das Bundesland ankommt, was in Sachen digitale Medienbildung gemacht wird. Eine Behauptung stelle ich jetzt mal ganz frech auf, Bayern ist im Vergleich zu den anderen Bundesländern irgendwie rückständig, oder erzählen sie einfach nicht viel über ihre Projekte. Muss ehrlich sagen, das ist mir gerade in Stuttgart wieder aufgefallen. Werde ich auf jeden Fall weiter beobachten. Was ich mir vielleicht ein bisschen mehr gewünscht hätte,  noch mehr Praxis, mehr Beispiele aus dem Schulalltag.

Beim nächsten Mal bin ich bestimmt wieder dabei und bestimmt auch mit einer eigenen Session. 🙂

DANKE EDUCAMP STUTTGART!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s